Stolpersteine in Guntersblum

 

Aktuelles

Öffentliche Führung zur Geschichte des Konzentrationslagers Osthofen
Am Sonntag, 2. April 2017, 14.30 Uhr findet in der Gedenkstätte KZ Osthofen eine öffentliche Führung statt.
Informationen zur Entstehung und Funktion des frühen Konzentrationslagers Osthofen, über die Haftgründe
und den Alltag der Häftlinge im Lager, über Wachpersonal und Verantwortliche sowie den späteren Umgang mit der NS-Vergangenheit
und die Entstehung der Gedenkstätte.
Gemeinsamer Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte,
Besuch der Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Rheinland-Pfalz 1933-1945“,
Führung und Eintritt in die Gedenkstätte sind kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.


 

Das Grauen begann nicht erst in Auschwitz, Treblinka oder in anderen Lagern …
… es begann in unserer Gemeinde, in unserem Alltag, in unserer Straße, vor unserer Tür

Was sind denn Stolpersteine ?

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnstätten der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Gunter Demnigs Intention ist unter anderem den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein.

Außerdem soll die Markierung der Tatorte – häufig mitten in dicht besiedelten Bereichen – die von einigen Zeitzeugen vorgebrachte Schutzbehauptung, dass man von den Deportationen nichts mitbekommen habe, in Frage stellen.

Trotz der Bezeichnung Stolpersteine geht es Demnig nicht um ein tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der nach der Stolpergefahr gefragt antwortete: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“.

Mögen die Gedenksteine neben der steten Erinnerung an die Opfer auch als Mahnung dienen, damit sich solch unglaubliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie mehr wiederholen.

 

 

   
© Stolpersteingruppe Guntersblum