Stolpersteingruppe in der Konfirmandenstunde

27. Juni 2017

 

Wo liegt der Jüdische Friedhof? Was unterscheidet jüdische von christlichen Gräbern, wann wurde zum letzten Mal dort ein Mensch beerdigt? Auch in diesem Jahr - am 27. Juni - gingen die Konfirmanden wieder auf Spurensuche, angeleitet von der Stolpersteingruppe.

 

Rund um den "Friedhofsführer“ und Experten, Pfarrer i.R. Dieter Michaelis, konnten die Konfis in kleinen Arbeitsgruppen vieles über die jüdische Geschichte Guntersblums erfahren und sich selbst erarbeiten. Nach einer vorhergehenden Einführung in das Thema Judentum durch Vikar Simon Ahäuser konnten die Jugendlichen zuvor auch das Schicksal der Guntersblumerin Erika Lichtenstein kennenlernen: sie hatte als Kind zusammen mit ihrer jüdischen Mutter im Dritten Reich nur überlebt, weil sie von mutigen Freunden versteckt worden war.

 

In engem Austausch und mit vielen interessierten Fragen konnten die Konfirmanden am Ende sehen, wie wichtig es ist, diesen Teil der deutschen Geschichte nicht zu vergessen, und für das heutige Miteinander daraus zu lernen - so, wie es in dem Film "Im Labyrinth des Schweigens“ aus dem Jahr 2014 heißt: "Die einzige Antwort auf Auschwitz ist, selber das Richtige zu tun." 

 

 

 

   
© Stolpersteingruppe Guntersblum