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Zum Gedenken an das Geschehen

am 10. November 1938

 


 

 

 

Drei Tage vor der Reichspogromnacht, der sogenannten „Reichskristallnacht“, gelang seinen Eltern und Geschwistern per Bahn und Schiff die Flucht von Guntersblum nach New York. Mehrmals kam Edgar Erlanger in die Heimat seiner Familie zurück, und besuchte deren ehemaliges Haus und Geschäft in der Hauptstraße. Dort, wo Eds Mutter Minna, eine gelernte Hutmacherin und Näherin, früher Hüte und Textilien verkaufte, betreibt Jangin Brimko aus Syrien heute eine Schneiderei. Edgar Erlangers Hoffnung ist es, eines Tages - so wie bereits seinen Söhnen und deren Ehefrauen - seinem einzigen Enkel Tyler Guntersblum zu zeigen. Eds Botschaft: Ihr habt alle so viel Gutes in euch - geht hinaus und zeigt es der Welt!“

Dear Ed: thank you so much for your video and we will be pleased to welcome you and your family once again in Guntersblum.


 

Stolpersteine in Guntersblum

 

 Das Grauen begann nicht erst in Auschwitz, Treblinka oder in anderen Lagern …

… es begann in unserer Gemeinde, in unserem Alltag, in unserer Straße, vor unserer Tür

Was sind denn Stolpersteine ?

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnstätten der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Gunter Demnigs Intention ist unter anderem den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein.

Außerdem soll die Markierung der Tatorte – häufig mitten in dicht besiedelten Bereichen – die von einigen Zeitzeugen vorgebrachte Schutzbehauptung, dass man von den Deportationen nichts mitbekommen habe, in Frage stellen.

Trotz der Bezeichnung Stolpersteine geht es Demnig nicht um ein tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der nach der Stolpergefahr gefragt antwortete: „Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen“.

Mögen die Gedenksteine neben der steten Erinnerung an die Opfer auch als Mahnung dienen, damit sich solch unglaubliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie mehr wiederholen.

 

 

 


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© Stolpersteingruppe Guntersblum